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Jetzt ist es amtlich: Der Freistaat Sachsen stellt für die Smart-City-Projekte im Partheland, für deren Beantragung die Stadt Brandis mit Bürgermeister Arno Jesse verantwortlich zeichnet, 1,8 Mio. Euro Fördermittel zur Verfügung. Als bereits 2019 bekannt gegeben wurde, dass die sächsische Stadt Brandis in der Kategorie „Interkommunale Kooperationen und Landkreise“ als eine von 13 Kommunen in Deutschland als Modellprojekt Smart Cities ausgewählt wurde, kam zu Jahresbeginn 2020 aus Berlin die freudige Botschaft: Der Bund unterstützt das Vorhaben mit der stattlichen Summe von knapp 4,7 Millionen Euro. Das bedeutet einen Eigenanteil von 35 Prozent. Schon damals bestand die Hoffnung, dass der Freistaat das Unterfangen ebenfalls unterstützen würde. Bürgermeister Arno Jesse: „Gehofft hatten wir es schon länger, jetzt freuen wir uns, dass es nun auch verbindlich ist.“ Denn Anfang Juni erreichte ihn ein persönlicher Brief vom Sächsischen Staatsminister für Regionalentwicklung, Thomas Schmidt.

Darin heißt es unter anderem: „Es ist mir eine große Freude, Ihnen nunmehr mitteilen zu können, dass der Sächsische Landtag im Rahmen seiner Verabschiedung des Landeshaushaltes für die Jahre 2021/2022 auch die Bereitstellung der wünschenswerten Landesmittel durch unser Haus zur Kofinanzierung der Bundesförderung für Ihr Smart-City-Projekt in Brandis in Höhe von insgesamt 1,8 Millionen Euro beschlossen hat. …“ Die Summe bedeutet, dass der Freistaat das Smart-City-Projekt der Stadt Brandis und des Parthelandes unterstützt, in dem es zusätzlichen Förderanteil von 17,5 Prozent übernimmt. „Damit steigt die Förderquote auf 82,5 Prozent“, freut sich Jesse. Weiter: „Diese nun enorm attraktive Förderkulisse sollte eine besondere Motivation sein, unsere avisierten, sehr ehrgeizigen Projekte, voranzutreiben.“

Zwei Projekte stehen im Mittelpunkt der Smart-City-Initiative. Einerseits das „Partheland Mobil“ (ParMo). Es soll einen Beitrag dazu leisten, die Mobilität durch verschiedene Verkehrsmittel zu verknüpfen (intermodal-vernetzt), kosteneffizient und nachhaltig zu gestalten. Das bedeutet, dass davon die Partnerkommunen im Partheland Naunhof, Borsdorf, Großpösna, Belgershain, Parthenstein und Machern partizipieren. Kommunale und gewerbliche Flotten sollen als Leuchttürme dienen und erste Erfahrungen mit Corporate-CarSharing-Ansätzen sammeln. „Im Moment stehen unsere Dienstwagen außerhalb der Arbeitszeiten ungenutzt auf dem Parkplatz. Durch die Idee des Carsharings, also des Teilens der Fahrzeuge mit anderen, privaten Nutzern, würden sie effizienter genutzt“, beschreibt Arno Jesse den Hintergrund des Projektansatzes.

Andererseits wird mit dem „ZukunftsQuartier Beucha“ ein Projekt angegangen. Das Ensemble von Wohnblöcken, Kindergarten und Grundschule an der Kleinsteinberger Straße in Beucha wird als Schlüsselprojekt entwickelt. Die primäre Zielsetzung für dieses Projekt beinhaltet die stufenweise Realisierung von geeigneten Maßnahmen zur Schaffung eines eigenversorgten und klimaneutralen Quartiers.